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Wafer

Wafer sind hauchdünne Silizium-Scheiben (ca. 0,2-0,35 mm dick). Aus ihnen werden kristalline Solarzellen gefertigt. Die Wafer werden entweder aus einer Siliziumschmelze gezogen oder gegossen (Band- oder Folien-Silizium), oder aus mono- oder multikristallinen Ingots (Block aus einem Halbleitermaterial, z.B. aus Silizium) gesägt.


Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

(Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts) Hauptteil des Wasserrechts in Deutschland. Es enthält Bestimmungen zu Nutzung und Schutz von Oberflächengewässern und dem Grundwasser, sowie Bestimmungen zum Gewässerausbau, Hochwasserschutz und anderen Bereichen.


Wasserkraft

Ist die Strömungsenergie von fließendem Wasser, die mit geeigneten Maschinen in andere Energieformen umgesetzt werden kann. Früher wurde die mechanische Energie zum Betrieb von Mühlen, oder Sägewerken genutzt, heute steht die Umwandlung in elektrische Energie im Vordergrund. Die Stromgewinnung aus Wasserkraft gehört zu den regenerativen Energien. Weltweit erzeugen Wasserkraftwerke circa 18 % der elektrischen Energie. Es gibt unterschiedliche Bauarten von Wasserkraftwerken: Laufwasserkraftwerke, Speicherkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, die sich hinsichtlich ihre Betriebs und ihrer Lage unterscheiden. Je nach Art können unterschiedliche Turbinen eingesetzt werden: Francis-Turbine, Pelton-Turbine, oder Kaplan-Turbine.


Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

(Richtlinie 2000/60/EG) Ist eine europäische Richtlinie, die den rechtlichen Rahmen der Wasserpolitik innerhalb der EU vereinheitlichen und eine stärkere Fokussierung auf eine nachhaltige Wassernutzung fördern soll.


Watt [W]

ist die Einheit der Leistung. Benannt wurde sie nach dem Erfinder der Dampfmaschine James Watt (1736-1819). Leistung ist Energie pro Zeit. 1 Watt entspricht der Energie von einem Joule pro Sekunde: 1 W = 1 J/s.
1 Kilowatt [kW] = 1.000 W
1 Megawatt [MW] = 1.000 kW = 1.000.000 W
1 Gigawatt [GW] = 1.000 MW = 1.000.000 kW = 1.000.000.000 W
1 Terrawatt [TW] = 1.000 GW = 1.000.000 MW = 1.000.000.000 kW


Wechselrichter

Wandelt Gleichstrom in netzsynchronen Wechselstrom um. Bei Solargeneratoren, die in das öffentliche Netz einspeisen, ist er unersetzlich, da Solargeneratoren immer Gleichstrom produzieren und dieser nicht ungewandelt in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.


Wellen- und Strömungskraftwerke

Wandeln die Energie der Wellen oder der Meeresströmungen in elektrische Energie. Die Technik ist vielseitig und noch jung. Sie befindet sich noch in der Erprobungsphase. Erste Anlagen befinden sich in Irland, Schottland und Portugal.


Wertschöpfung

Ist der Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung, abzüglich der von Dritten erbrachten Vorleistungen. Vereinfacht ausgedrückt ist Wertschöpfung die Schaffung des Mehrwertes in einer Produktion


Wertschöpfungsanteil

Ist der Anteil einer Branche, eines Unternehmens, oder eines Produktionsschrittes an der gesamten Wertschöpfung eines Produktes. Der Wertschöpfungsanteil kann auch auf Länder bezogen werden. Bei erneuerbaren Energien findet ein sehr großer Teil der Wertschöpfung innerhalb Deutschlands statt, während bei der Energiebereitstellung aus fossilen Energien ein Großteil der Wertschöpfung in anderen Teilen der Welt stattfindet.


Wertschöpfungskette

Ist eine Kette von Prozessen, die durchlaufen wird, um eine Produkt oder eine Dienstleistung nutzbar zu machen. Sie umfasst alle nötigen Schritte vom Rohstoffabbau bis hin zum Vertrieb. Auf jeder einzelnen Stufe wird der Wert des Produktes gesteigert, wobei die verschiedenen Schritte der Wertschöpfungskette zeitlich und räumlich voneinander getrennt sein können.


Windausschlussgebiet

Bei Windausschlussgebieten handelt es sich um Gebiete, in denen nach den Festsetzungen der Regionalpläne oder Landesentwicklungspläne keine Nutzung der Windenergie gestattet wird.
Windenergie
ist die kinetische Energie, die in bewegten Luftmassen enthalten. Sie wird mittels Windkraftanlagen heute meist in elektrische Energie umgewandelt. Die Windenergie gehört zu den erneuerbaren Energien. Ihre Nutzung hat in den letzten Jahren stark zugenommen und wird auch in Zukunft noch weiter zunehmen. In Deutschland sind Anlagen zur Windenergienutzung mit einer Leistung von derzeit 26.195 Megawatt (MW) installiert (Bundesverband WindEnergie Dezember 2010).


Windenergieanlage

(WEA) Windenergieanlagen nutzen die im Wind enthaltene Energie zur Stromerzeugung. Der Strom wird meist in das öffentliche Netz eingespeist und wird nach EEG vergütet. WEAs gibt es in vielen Größen und Bauarten von wenigen Kilowatt Leistung bis hin zu mehreren Megawatt. Kleine Anlagen können teilweise auch auf Hausdächern installiert werden, große Anlagen dürfen nicht zu nahe an Siedlungsgebieten errichtet werden. WEAs können sowohl an Land (Onshore), oder auf dem Meer (Offshore) errichtet werden.


Windgutachten

Das Gutachten untersucht die potentielle Ertragsstärke eines Gebiets für die Nutzung von Windenergie. Erfasst wird zum einen die prognostizierte mittlere Windstärke eines Gebiets, zum anderen die hieraus zu erwartenden Erträge. Diese sind nicht nur abhängig von der zuvor bestimmten erwarteten Windstärke, sondern auch von weiteren Faktoren. Hierunter fallen Abschattungseffekte von Gebäuden, Pflanzen, landschaftlichen Gegebenheiten oder aber auch bereits bestehende Windenergieanlagen. Ein Windgutachten verlangt daher nach einer eingehenden Betrachtung der topographischen Lage, darf jedoch die zukünftige Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. So kann sich durch Neubebauung oder Pflanzenwuchs die Ertragsstärke einer Anlage stark wandeln.


Windkraft

Ist die Nutzung der kinetischen Energie des Windes zur Bereitstellung von Kraft. Heute wird die Windenergie meist in elektrische Energie umgewandelt.


Windkraftanlage

Dient zur Nutzung der Windenergie. Sie besteht im Wesentlichen aus dem Rotor und dem Generator, welche an und in einer Gondel auf einem hohen Turm oder Mast montiert sind. Der Rotor wandelt die Windenergie in Rotationsenergie, welche in einem Generator in elektrische Energie umgewandelt wird.


Windpark

Ansammlung mehrerer Windkraftanlagen


Windpark-Ertragsgutachten

Ein Windpark-Ertragsgutachten gibt die zu erwartenden wirtschaftlichen Erträge einer Windenergieanlage oder eines Windparks wieder. Hierdurch können wirtschaftliche Prognosen über den Erfolg einer Investition auf fundierte Grundlagen gestellt werden und jährliche Ertragsschwankungen besser eingeordnet werden.


Wirkungsgrad

Gibt an, wie viel der eingesetzten Energie in die gewünschte Energieform umgewandelt wird. Bei jeder Energiewandlung treten Verluste auf, d.h. Energie wird in eine Energieform umgewandelt, die in einem speziellen Umwandlungsprozess nicht erwünscht ist. Je kleiner der Wirkungsgrad, umso größer sind die Verluste. Der Gesamtwirkungsgrad von Anlagen zur Stromproduktion setzt sich aus dem elektrischen und dem thermischen Wirkungsgrad der Anlage zusammen. Kohlekraftwerke haben zum Beispiel einen Wirkungsgrad von circa 40 %, d.h. 60 % der eingesetzten Energie stehen nicht in Form von elektrischer Energie zur Verfügung; diese 60 % werden als Abwärme an die Umgebung abgegeben und stehen nicht mehr zur Nutzung zur Verfügung. Wird die Abwärme für Heizzwecke genutzt, erhöht sich der Gesamtwirkungsgrad.


Wirtschaftlichkeit

Ist ein Maß für die Effizienz; sie ist das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.


Wärmebedarf

Die DIN EN 12831 führte 2004 für den "Wärmebedarf" den Begriff "Heizlast" ein. Damit soll das Verwechseln mit dem Heizwärmebedarf aus der EnEV (Energieeinsparverordnung) vermieden werden.


Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine begrenzte Fläche innerhalb eines Außenbauteils eines Gebäudes, durch die während der Heizperiode mehr Wärme an die Umgebung abgegeben wird, als durch andere Bereiche der Gebäudehülle. Häufige Wärmebrücken sind Betonpfeiler innerhalb einer Wandkonstruktion und nach außen ragende Betondecken, die gleichzeitig Geschoss- und Balkondecke sind. Des Weiteren gibt es geometrische Wärmebrücken, bei denen die wärmeaufnehmende im Verhältnis zur wärmeabgebenden Fläche sehr klein ist („Kühlrippeneffekt"). Dies sind zum Beispiel die Ecken der Außenwände, durch die mehr Wärme abgegeben wird, als durch die geraden Außenwandbereiche.


Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

Gibt die Wärmemenge an, die durch eine Materialschicht/ ein Bauteil mit einer Fläche von einem Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied zwischen den beidseitig anliegenden Luftschichten von einem Kelvin hindurch geht. Angegeben wird der U-Wert in W/(m²*K).


Wärmedämmung

Man Unterscheidet drei Arten der Wärmedämmung: die Außen-, Innen- und Kerndämmung. Prinzipiell kann jede Fläche eines Gebäudes, die mit der Umwelt in Verbindung steht (Dach, Außenwand, Keller), gedämmt werden. Bei der Außendämmung wird die dämmende Schicht an der Außenwand des Gebäudes angebracht wird. Ist dies nicht möglich, kann auch im Innern des Gebäudes, also in den Räumen gedämmt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Taupunkt in die Wand hinein wandert und diese dadurch feucht werden kann. Mit den heutigen Dämmmaterialien hat man dieses Problem aber im Griff. Als Kerndämmung wird die Dämmung zwischen zwei Mauerwerkswänden ohne einen sonst notwendigen Luftspalt bezeichnet. Es gibt viele verschiedene Dämmaterialien und auch sehr gute Fördermöglichkeiten für die nachträgliche Dämmung von Gebäuden, die am Besten im Rahmen von Sanierungsarbeiten umgesetzt wird.


Wärmegestehungskosten

Bei den Wärmegestehungskosten handelt es sich um die Kosten zur Erzeugung einer Energieeinheit, welche sich aus den Betriebskosten und den Investitionskosten zusammensetzen. Sie ermöglicht die Vergleichbarkeit verschiedener Energiegewinnungsarten in ökonomischer Hinsicht.


Wärmepumpe

Wärmepumpen heben Wärme niedriger Temperatur auf ein höheres Wärmeniveau. Die Wärme wird der Umgebung entnommen (Boden, Wasser, Abwasser, Luft) und mithilfe einer Pumpe auf ein höheres Temperaturniveau gehoben. Diese Wärme wird dann an die Heizungsanlage und Warmwasserbereitung abgegeben. Im Prinzip funktioniert die Wärmepumpe genau umgekehrt wie ein Kühlschrank. Die Technik ist bewehrt und i.d.R. wirtschaftlich.


Wärmerückgewinnung

Bei der Wärmerückgewinnung wird die Wärme, die mit einem Massenstrom ein Gebäude (oder einen Prozess) verlässt, diesem Massenstrom entnommen und auf einen zugeführten Massenstrom übertragen. Im Gebäudebereich wird meist die Wärme der Abluft zum Beispiel einer Lüftungsanlage mittels eines Wärmetauschers an die Zuluft übertragen, es kann aber auch die Wärme des Abwassers genutzt werden. Ziel der Wärmerückgewinnung ist es den Primärenergiebedarf zu reduzieren.


Wärmetauscher

(auch Wärmeübertrager) In einem Wärmetauscher wird die thermische Energie von einem Massenstrom auf einen anderen übertragen. Es gibt dabei verschiedene Bauarten, die sich hinsichtlich der Fließrichtung der beiden Massenströme zueinander unterscheiden (Gleich-, Gegen-, oder Kreuzstrom). Bezüglich der Art der Wärmeübertragung kann man zwischen direkter (Massenströme werden zusammengeführt), indirekter (Massenströme durch wärmedurchlässige Schicht getrennt), und halb-direkter (beide Massenströme werden zeitlich versetzt durch einen Wärmespeicher geleitet) Wärmeübertragung sprechen. Wärmetauscher kommen zum Beispiel bei solarunterstützten Heizsystemen oder Lüftungsanlagen zum Einsatz. Die Wirtschaftlichkeit muss im Einzelfall geprüft werden.


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