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V

Vakuum-Flachkollektor

Aufbau wie Flachkollektoren. Der Unterschied ist, dass Vakuumflachkollektoren einen Unterdruck im Kollektorinnenraum haben, wodurch der Wärmeverlust im Kollektor minimiert wird.


Vakuumisolationspaneele

(VIP) bestehen aus einem hochporösen Material (z.B. pyrogene Kieselsäure), das von einer luftundurchlässigen Schicht (z.B. mit Aluminium beschichtete Kunststofffolien) umgeben ist. Im Inneren wird ein Vakuum erzeugt, wodurch der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) schon bei geringen Dicken des Dämmmaterials sehr klein wird. Teilweise reicht schon eine Stärke von 25 mm um den Niedrigenergiestandard bei Gebäuden zu erreichen (Wärmebedarf kleiner 60 kWh pro Quadratmeter und Jahr). VIPs eignen sich dadurch besonders gut für Sanierungsmaßnahmen bei denkmalgeschützten Gebäuden.


Vakuumröhrenkollektoren

Die Absorberfläche von Vakuumröhrenkollektoren befindet sich in einem evakuierten (luftleeren) Glasrohr. Die Energie der einfallenden Sonnenstrahlung trifft ungehindert auf das Rohr im Inneren des evakuierten Glasrohrs, in dem der Wärmeträger fließt. Das Vakuum verhindert aber, dass die Wärme wieder an die Umgebung abgegeben wird, es wirkt wie eine zusätzliche Isolationsschicht und verbessert den Wirkungsgradsolcher Kollektoren gegenüber einfachen Kollektoren.


Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis ist eine Form des Energieausweises. Er gibt den Energiebedarf der Nutzer eines Gebäudes an. Berücksichtigt wird dabei der Bedarf für Heizung und Warmwasserbereitung, bei Nichtwohngebäuden auch der Stromverbrauch. Für die Vergleichbarkeit muss der Verbrauch noch mit einem standortbezogenen Klimafaktor bereinigt werden. Berücksichtigt werden die Verbrauchswerte der letzten drei oder mehr Jahre.


Vergärung

Ist der biologische Abbau von Bioabfällen und biogenen Stoffen durch Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) unter anaeroben (ohne Sauerstoff) Bedingungen. Dabei entsteht ein methanhaltiges Gas, das zur Energieerzeugung (Strom, Wärme) verwendet werden kann. S. auch Fermentation


Verpressen

Unter hohem Druck werden meist flüssige Substrate in tiefe Gesteinsschichten gepresst.


Verschattung

Siehe Abschattung


Virtuelles Kraftwerk

Verschiedene, kleine und dezentrale Stromerzeuger werden zusammengeschaltet und zentral gesteuert. Die Erzeuger selbst sind dabei nicht nur virtuell; sie existieren real. Ziel virtueller Kraftwerke ist, die Erzeugungsschwankungen regenerativer Energiequellen (Wind, Sonne) auszugleichen und eine konstante und zuverlässige Strombereitstellung zu gewährleisten. Virtuelle Kraftwerke können auch aus vielen Mikro-BHKWs bestehen, die zusammen die Kapazität eines Großkraftwerkes haben, aber viel flexibler und schneller auf Nachfrage- und Produktionsschwankungen im Netz reagieren können, als diese. Die einzelnen Erzeugungseinheiten virtueller Kraftwerke kommunizieren ständig miteinander, bzw. mit einer zentralen Leitstelle.


Volllaststunden

Zur Ermittlung der Volllaststunden wird die in einem Jahr erzeugte Energie (in kWh, oder MWh) durch die maximale Leistung der Anlage dividiert. Die Volllaststunden geben also an, wie lange eine Anlage mit der maximalen Leistung produzieren müsste, um die gesamte in einem Jahr erzeugte Energie bereitzustellen. Den Rest des Jahres würde sie dann praktisch nichts mehr produzieren. Grundlastkraftwerke erreichen oft circa 8.000 Volllaststunden im Jahr, während Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien teilweise nur circa 2.000 Vollaststunden erreichen (Photovoltaik-Anlagen i.d.R. noch weniger).


Volt [V]

Ist die Einheit der elektrischen Spannung. Elektrische Spannung entsteht, wenn zwischen zwei Punkten ein Ladungsunterschied ist, wobei ein Punkt einen Elektronenmangel hat (Pluspol) und der andere Punkt einen Elektronenüberschuss (Minuspol) aufweist. Werden diese beiden Punkte verbunden und ein Stromkreis geschlossen fließt elektrischer Strom. Per Definition entspricht ein Volt der Spannung zwischen zwei Punkten, die anliegt, wenn in einem homogenen Leiter mit konstanter Temperatur ein Strom von einem Ampere die Leistung von einem Watt hervorruft.


Vorlauftemperatur

Bezeichnet die Temperatur eines einem System zufließenden Mediums (z.B. Wasser); die Temperatur des Mediums, wenn es ein System wieder verlässt, nennt man Rücklauftemperatur. Beispiel: die Temperatur des Heizungswasser, wenn dieses in den Heizkörper hineinfließt (bei Heizkörpern ca. 60 – 80°C; bei Flächenheizungen ca. 30 – 35°C); Temperatur des in einem Wärmenetz fließenden Mediums, wenn dieses in die Hausübergabestation fließt.


Vorrang für Strom aus Erneuerbaren Energien

Strom aus erneuerbaren Energien muss in Deutschland bevorzugt in das Stromnetz aufgenommen werden. Im Falle eines Engpasses im Netz bedeutet dies, dass der Netzbetreiber konventionelle Anlagen zur Stromerzeugung drosseln, oder ganz abschalten muss, bevor er erneuerbare Energie-Anlagen abschaltet.


Termine

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