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Passivhaus

Passivhaus ist ein Haus mit einem sehr niedrigen Energiebedarf. Ein Passivhaus hat einen Heizwärmebedarf von 15 kWh/(m²*a). Durch die guten thermischen Eigenschaften des Gebäudes kann unter Umständen auf ein herkömmliches Heizsystem verzichtet werden. Das Haus wird dann nur durch innere und solare Wärmegewinne beheizt. Ohne kontrollierte Wohnraumbelüftung ist dies nicht möglich. Die zugeführte Frischluft wird dabei durch die ausströmende Luft erwärmt.


Peak Oil

Prognostiziertes Maximum der Ölförderung. Dies kann für eine Quelle, oder auch für die Weltölförderung abgeschätzt werden. Die maximale weltweite Förderung wird zwischen 2010 und 2020 erwartet. Es wird versucht durch die Erschließung neuer Ölquellen wie Ölsande, Ölschiefer und der Tiefseeförderung den Peak-Oil hinauszuzögern.


Pelletheizung

Heizung, die als Brennstoff Holzpellets einsetzt. Sie werden automatisch mit den Pellets beschickt und sind damit ähnlich bequem wie Öl- oder Gasheizungen. Zusätzlich zum Kessel wird ein trockener Lagerraum nahe bei dem Kessel benötigt. Bei der Verbrennung der Pellets wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie vorher während des Pflanzenwachstums gespeichert wurde; dies Heizung sind daher, lässt man Verarbeitung und Transport außer Acht, CO2-neutral.


Pelton-Turbine

Eine Turbine für Wasserkraftwerke, die bei geringen Wassermengen und hohen Fallhöhen zum Einsatz kommt. Das Wasser, das auf die Turbinenschaufeln trifft, wird um annähernd 180° abgelenkt, wodurch das Wasser fast seine gesamte Energie an die Schaufeln, und damit an die Turbine, abgibt.


Pflanzenöl

Ein Oberbegriff für "fettes" Öl, welches aus ölhaltigen Pflanzen, wie Leindotter, Raps, Sonnenblume gewonnen wird. Diese Öle können nach wenigen Anpassungen des Motors in Dieselmotoren eingesetzt werden. Wird das Pflanzenöl weiter verarbeitet lässt sich Biodiesel herstellen.


Photovoltaik

(griechisch: photo = Licht und Volt = Maßeinheit der elektrischen Spannung). Bezeichnet die direkte und unmittelbare Umwandlung einfallender Sonnenstrahlen in elektrische Energie in Solarzellen. Zum Einsatz kommen verschiedene Halbleiter, wie Silizium, oder verschiedene andere Verbindungen, z.B. CIGS.


Plusenergiehaus

Ein Plusenergiehaus ist eine Steigerung des Nullenergiehauses. Es hat eine positive Jahresenergiebilanz, d. h. es produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erreicht werden kann dies durch die Kombination mehrerer regenerativer Energiequellen. Neben einer guten Isolierung und Wärmerückgewinnung werden alle im Haus verfügbaren Flächen zur Energieerzeugung genutzt.


Porosität

Die Porosität eines Gesteins gibt an, wie groß der Anteil der Hohlräume im Gestein sind (%-Angabe). Die Hohlräume im Gestein können mit flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen gefüllt sein (z.B. Erdöl, Erdgas oder Thermalwasser). Um diese Rohstoffe gewinnen zu können, d.h. mit Hilfe von Bohrungen an die Erdoberfläche zu fördern, müssen die Hohlräume untereinander in Verbindung stehen. Wie gut die Verbindung der Hohlräume ist und somit Wegsamkeiten für diese Stoffe im Gestein darstellen, wird als Durchlässigkeit oder Permeabilität bezeichnet. Stehen die Hohlräume überhaupt nicht in Verbindung so spricht man von Totporosität (z.B. Blasenhohlräume bei Bims, weshalb dieser auf Wasser schwimmt).


Portfolio

In der Finanzwelt versteht man unter dem Begriff Portfolio, die Summe der Investitionen einer natürlichen oder juristischen Person. Durch ein gesundes Portfoliomanagement können die Risiken bei der Geldanlage auf den vom Investor gewünschte Level eingestellt werden.


Potential

(auch Potenzial) beschreibt im Energiebereich das physikalisch nutzbare Energieangebot in einem bestimmten Zeitraum. Dabei wird zwischen dem theoretischen (Obergrenze des Potentials), dem technischen, dem wirtschaftlichen und dem erschließbaren Potential unterschieden.


Potentialstudie EE

Ermittlung des Potentials der Nutzung Erneuerbarer Energien in einem definierten Gebiet. Dabei wird zunächst das theoretische Potential ermittelt. Danach werden anhand technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Bedingungen die erschließbaren Potentiale für jede Art der Erneuerbaren Energien ermittelt.


Preisgleitklausel

Bei einer Preisgleitklausel handelt es sich um eine Vertragsklausel, die den Vertragsparteien die Möglichkeit eröffnet, den Preis oder den Umfang einer Leistung den sich verändernden Kosten anzupassen. Auf Grund der Inflationsfördernden Wirkung von Preisgleitklauseln sind diese teilweise genehmigungspflichtig und unterliegen rechtlichen Beschränkungen. Vereinbart werden diese Klauseln bei Verträgen mit langen Laufzeiten oder Verträgen, bei denen sich die Einkaufskosten des Herstellers kurzfristig stark ändern können und daher eine ausgewogene, den Interessen beider Vertragsparteien gerecht werdende, anfängliche Preisgestaltung schwer möglich ist.


Preisstabilität

Von Preisstabilität wird gesprochen, wenn sich die harmonisierte Verbraucherpreisindizes des gesamten Euroraums innerhalb eines Jahres nicht über 2% erhöhen. Das Ziel der Preisstabilität wird durch die Europäische Zentralbank und deren Geldpolitik verfolgt und soll gewährleisten, dass die Kaufkraft des Euros auf einem stabilen Niveau bleibt.


Primärenergie

Ist die Energie, die in natürlich vorkommenden Energieträgern zur Verfügung steht, z. B. Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme. Um diese Energie für die Menschen nutzbar zu machen, muss sie i.d.R. erst umgewandelt werden, teilweise auch mehrfach. Es ist nicht möglich die komplette Primärenergie nutzbar zu machen, da bei jeder Umwandlung auch Verluste auftreten.


Primärenergiebedarf

Der Bedarf gibt an, wie viel Primärenergie gefördert und eingesetzt werden muss um eine gewünschte Energiedienstleistung (Raumwärme, Heizwasser,…) erbringen zu können. Er berücksichtigt alle Umwandlungs- und Transportverluste, sowie den Energiebedarf für Förderung und Erzeugung.


Primärenergieverbrauch

Ist die Summe des Energiegehalts aller eingesetzten Primärenergieträger um den Energiebedarf zu befriedigen. Er wird meist in Petajoule (PJ = 1015 Joule) angegeben. In Deutschland betrug der Primärenergieverbrauch im Jahr 2009 13.281 PJ.


Pumpspeicherkraftwerke

Diese Kraftwerke dienen der Stromspeicherung. Dabei wird bei einem Überangebot an Strom Wasser von einem Becken in ein höher gelegenes gepumpt und dadurch die potentielle Energie des Wassers erhöht. Bei starker Stromnachfrage fließt das Wasser wieder zurück in das untere Becken, wobei die zuvor aufgenommene Potentielle Energie mittels einer Turbine wieder in Strom umgewandelt wird. Diese Speicher haben einen Wirkungsgrad zwischen 70 und 85%.


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