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Nabe

Die Nabe verbindet die Rotorblätter mit der Gondel einer Windkraftanlage.


Nabenhöhe

Ist der Abstand der Nabe vom Erdboden, bzw. von der Wasseroberfläche. Die Nabenhöhe einer modernen Windenergieanlage liegt zwischen 70 und 130 Metern und ist abhängig vom Standort. In größeren Höhen herrscht in der Regel eine höhere Windegeschwindigkeit und es gibt weniger Verwirbelungen durch Hindernisse wie Häuser oder Bäume. Dadurch ist eine größere Windausbeute möglich.


Nachhaltige Entwicklung

(engl.: Sustainable Development) meint eine Entwicklung, die es heutigen und zukünftigen Generationen weltweit gleichermaßen ermöglicht ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Es werden sowohl soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt, als auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Bezogen auf die Energieumwandlung und –versorgung heißt das, dass die Menschen nur so viel Energie verbrauchen dürfen, dass die erzeugte Energie für alle Menschen reicht und dass diese Energie nur so erzeugt wird, dass sie keine negativen Auswirkungen auf andere Menschen und Generationen hat.


Nachhaltigkeitsverordnung (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung)

Aufgrund einer Ermächtigung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erlassene Verordnung, die Nachhaltigkeitsanforderungen für eine Vergütung von Strom aus flüssiger Biomasse enthält. Ein Vergütungsanspruch nach § 27 EEG besteht nur, wenn beim Anbau der eingesetzten Biomasse bestimmte Anforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und zum Schutz natürlicher Lebensräume beachtet worden sind. Weiter muss bei der Erzeugung des Stroms aus der eingesetzten Biomasse eine bestimmte Treibhausgasminderung erreicht werden. Der Nachweis, dass die Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt werden, ist in einem Zertifizierungsverfahren zu erbringen. Hintergrund der Verordnung ist, dass die Herstellung flüssiger Biomasse zur energetischen Nutzung, insbesondere von Palmöl, bislang teilweise nicht nachhaltig erfolgt und zum Teil mit erheblichen Umweltzerstörungen einhergeht


Nachwachsende Rohstoffe

(NawaRo) sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe, die nicht im Nahrungsmittelbereich genutzt werden, sondern energetisch, oder als Werkstoffe genutzt werden. Sie sind prinzipiell unbegrenzt verfügbar, da sie im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen immer wieder nachwachsen; sie sind regenerativ. Bei der energetischen Nutzung setzen sie nur so viel CO2 frei, wie sie während der Wachstumsphase gebunden haben.


Nahwärme

Die Nahwärme umschreibt das Übertragen von Wärme von einem Erzeugungsort zu einem oder mehreren Gebäuden über relativ kurze Distanzen verglichen mit der Fernwärme. Die Erzeugung der Wärme kann unterschiedlich erfolgen. Es kann die Abwärme von Industrieprozessen, Blockheizkraftwerken, Biogasanlagen ebenso genutzt werden, wie die Wärme einer Heizzentrale auf Holzpellets- oder Holzhackschnitzel-Basis, Solar-, oder Geothermie.


Nahwärmenetz

In einem Nahwärmenetz wird die erzeugte Nahwärme zu den Nutzern der Wärme transportiert. Ob sich ein Nahwärmenetz lohnt hängt sehr stark von der Anschlussdichte an das Netz und dem Wärmebedarf ab. Leitungsverluste sollten so gering wie möglich gehalten werden, ebenso sollte durch eine detaillierte Bedarfserhebung vor dem Bau eine Überdimensionierung vermieden werden.


Nassvergärung

Die Art der Vergärung, ist das am weitesten verbreitete Verfahren in der Biogasproduktion. Grundlage für die Vergarung im Fermenter ist in landwirtschaftlichen Betrieben i.d.R. Gülle. Der Trockensubstratgehalt liegt unter 12%.


Naturschutzrecht

Das Naturschutzrecht dient der Erhaltung der Natur und Landschaft um ihrer selbst willen und als Lebensgrundlage für den Menschen. Seine rechtliche Ausgestaltung findet es im Bundesnaturschutzgesetz und den Naturschutzgesetzen der Länder, sowie in zahlreichen anderen Gesetzen und Verordnungen.


Nennleistung

Ist die höchste Dauerleistung, bei der eine energietechnische Einrichtung betrieben werden kann ohne Sicherheit oder Lebensdauer zu beeinträchtigen. Bei energietechnischen Anlagen wird meist die Nennleistung angegeben (z.B. 2 MW bei einer Windkraftanlage).


Netzanschluss

Bezeichnet die technische Verbindung eines Verbrauchers oder Erzeugers mit einem Energienetz. Dies können entweder das öffentliche Stromnetz, oder aber andere Netze wie Gas- oder Wärmenetz sein.


Netzbetreiber

Ein Netzbetreiber hat die Aufgabe Netze zu betreiben. Dazu gehören Betrieb, Planung, Wartung und Optimierung. Die Nutzung der Netze ist i.d.R. kostenpflichtig. Im Energiebereich sind vor allem Strom-, Gas- und Wärmenetze relevant.


Netzeinspeisungsvertrag

Vertrag zwischen dem Netzbetreiber und dem Produzenten von erneuerbarer Energie, welcher dem Einspeisenden eine nach dem à EEG garantierte Vergütung gewährt.


Netzkopplung

Bezeichnet den Betrieb energietechnischer Anlagen, die anders als Inselsysteme mit dem Stromnetz verbunden sind und den erzeugten Strom auch in das Netz einspeisen.


Netzrückkauf

Bezeichnet die Netzübernahme durch eine Gemeinde nach Auslaufen eines Konzessionsvertrags mit einem Energieversorger.


Netzübernahme

Erfolgt bei einem Wechsel des Betreibers eines kommunalen Energieversorgungsnetzes (Strom / Gas). Betreibt eine Gemeinde das Netz nicht selbst, so schließt sie hierfür einen = Konzessionsvertrag mit einem Energieversorger ab. Wird nach Vertragsende ein Konzessionsvertrag mit einem anderen Energieversorger abgeschlossen oder zukünftig das Netz von der Gemeinde selbst betrieben (= Rekommunalisierung), so wird das Netz von dem neuen Betreiber übernommen. Die Netzübernahme erfolgt grundsätzlich im Wege der Eigentumsübertragung an den neuen Betreiber gegen Kaufpreiszahlung. Entscheidend sind klare Endschaftsbestimmungen im Konzessionsvertrag, die die Bedingungen der Netzübernahme regeln.


Nichtinvestive Einsparmaßnahmen

Hierbei handelt es sich um Einsparmaßnahmen, die mit keinen oder mit nur sehr geringen Kosten verbunden sind. Hierzu zählt das Veröffentlichen von Verbrauchszahlen für Strom/Wasser um einen Anreiz zu schaffen, den Verbrauch zu verringern und das Nutzerverhalten zu verändern.


Niedrigenergiehaus

Ein Niedrigenergiehaus benötigt im Vergleich zu Bestandgebäuden weniger Energie. Allerdings sind die Anforderungen an den Heizwärmebedarf von Neubauten und sanierten Altbauten strenger als nach Energieeinsparverordnung (EnEV). Die Angaben über den zulässigen Heizenergiebedarf eines Niedrigenergiehauses schwanken in der Literatur und liegt i.d.R. zwischen 40 und 70 kWh pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m²*a))


Nullenergiehaus

Ein Nullenergiehaus kann als Steigerung zum Passivhaus angesehen werden. Es ist in der Jahresbilanz CO2-neutral. Das bedeutet, dass in der Jahresbilanz das Nullenergiehaus genauso viel Energie erzeugt, wie es verbraucht. Die Energie wird dabei vollständig aus regenerativen Energiequellen bereitgestellt. In vielen Fällen geschieht dies über eine Wärmepumpe in Kombination mit einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage.


Nutzenergie

Die Nutzenergie ist der Teil der Endenergie (direkte Nutzung oder Umwandlung von Endenergie), die dem Endnutzer zur Deckung seiner Bedürfnisse zur Verfügung steht (z. B. Raumwärme, Warmwasser, Licht)


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