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Marktanreizprogramm (MAP)

Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zur Nutzung Erneuerbarer Energien für die Wärmebereitstellung. Gefördert werden dabei Projekte zur Wärmeerzeugung aus Biomasse, Solarenergie und Geothermie. Das MAP bietet Privatpersonen Investitionszuschüsse und größeren Investoren Zinsverbilligte Darlehen, sowie Tilgungszuschüsse. Das MAP fördert auch den Aus- und Neubau von Wärmenetzen, wenn diese mit Erneuerbarer Energie gespeist werden oder die Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung bereitgestellt wird (siehe auch KWKG). Antragsberechtigt sind kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), an denen Kommunen mehrheitlich beteiligt, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände. Förderanträge müssen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden.


Meeresströmungsturbine

Eine unter Wasser installierte Turbine im Meer, die die Energie der Meersströmung (Permanent- oder Gezeitenströmung) in elektrische Energie wandelt. Der Aufbau ist mit dem einer Windkraftanlage vergleichbar, sie sind aber viel kleiner, da strömendes Wasser viel energiereicher ist, als Wind. Dies liegt vor allem an der höheren Dichte. Ökologische Auswirkungen einer massiven Nutzung der Meeresströmungen als Energiequelle sind schwer absehbar und müssen genau geprüft werden.


Merit-Order-Effekt

Merit-Order beschreibt die Reihenfolge des Kraftwerkseinsatzes zur Befriedigung der Stromnachfrage. Dabei kommen die am günstigsten produzierenden Kraftwerke zuerst, die teuersten zuletzt. Das jeweils teuerste Kraftwerk bestimmt dabei den Strompreis an der Börse. Der Merit-Order-Effekt ist die Verdrängung teuer produzierender Kraftwerke durch günstigere. Der Vorrang für Erneuerbare Energien (EE) hat dazu geführt, dass die teuersten fossilen Kraftwerke nicht mehr, oder seltener, benötigt werden, was zu einer Reduktion der Strompreise an der Börse führt. Laut BMU lag dieser Effekt durch EE 2006 bei circa fünf Milliarden Euro, die Mehrkosten für EE (EEG-Umlage) belief sich aber nur auf 3,2 Milliarden Euro.


Methan (CH4)

Ist ein Kohlenwasserstoff und Hauptbestandteil von Biogas, Erdgas und Sumpfgas. Es wird zu Heizzwecken, aber auch in Kraftwerken und als Treibstoff genutzt. Die Wirkung von Methan als Treibhausgas ist etwa 35-mal höher, als die Wirkung von Kohlenstoffdioxid CO2. Methan wird bei organischen und geologischen Prozessen in der Natur permanent neu gebildet, u.a. in den Mägen von Rindern.


Mini-BHKW

Bezeichnet ein kleines Blockheizkraftwerk, für den Einsatz in kleinen Wohnhäusern, Schulen, oder kleinen Betrieben. Sie sind meist nicht größer als ein Kühlschrank und nutzen Erdgas. Funktionsweise siehe Blockheizkraftwerk.


Modul

In einem Modul sind einzelne Solarzellen zusammengeschaltet. Dadurch erhöhen sich Strom und Spannung, die durch die Verschaltung auf ein nutzbares Niveau gehoben werden. Ein Modul besteht neben den Zellen aus einer schützenden Glasschicht und einem Rahmen (meist aus Aluminium). Module lassen sich zu größeren Einheiten verschalten und gut auf Dächern oder Ständern montieren.


Molassebecken

Das Becken erstreckt sich im nördlichen Alpenvorland vom Rhonetal über die Schweiz, Süddeutschland bis nach Österreich. Es ist ein Bereich, in dem sich Sedimente und Geröll verschiedener Größe aus den Alpen abgelagert hat. Die Temperaturen im Untergrund sind vergleichsweise hoch. Das Molassebecken eignet sich sehr gut für die Nutzung der Geothermie.


Monokristalline Solarzelle

Solarzelle, die aus monokristallenem Silizium hergestellt wird, d.h. das Silizium wird als Einkristall hergestellt. Die Kristallstruktur ist dabei überall gleich (im Gegensatz zu polykristallinem Silizium). Die Herstellung ist aufwändiger, als bei polykristallinen Zellen, dafür sind die Wirkungsgrade höher.


Musterkonzessionsvertrag

Energieversorgungsunternehmen arbeiten verbreitet mit standardisierten Musterkonzessionsverträgen, welche Kommunen für den Abschluss von Konzessionsverträgen vorgelegt werden. Die Musterverträge werden von den Energieversorgern, teilweise auch in Zusammenarbeit mit Kommunalverbänden, ausgearbeitet. Musterkonzessionsverträge sehen sich zunehmender Kritik ausgesetzt, da diese teilweise einseitige Regelungen zugunsten des Energieversorgers sowie keine auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der jeweiligen Gemeinde zugeschnittene Regelungen enthielten. Eine zunehmende Anzahl von Kommunen nimmt ihre Verhandlungsposition aktiver als zuvor wahr und strebt die Verhandlung individueller Regelungen abseits der Musterverträge an. Ein eigener Mustervertrag wurde in Baden-Württemberg durch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erarbeitet. Dieser Mustervertrag soll die Interessen der Kommunen und die Belage des Umweltschutzes besser berücksichtigen, als die Sonstigen, zumeist durch die Energieversorgungsunternehmen vorgeschlagenen Verträge.


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