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K

Kilowattstunde

Die Kilowattstunde [kWh] ist eine Maßeinheit der Arbeit, oder auch Energie. Sie wird hauptsächlich als Maßeinheit für elektrische Energie und Heizenergie verwendet. 1 kWh entspricht der Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Kilowatt in einer Stunde aufnehmen, oder auch abgeben kann. Die Einheit leitet sich vom Joule ab, welches auch in Wattsekunden angegeben werden kann.
1 kWh = 3600 kJ.
1 MWh (Megawattstunde) = 1000 kWh = 3600 MJ
1 GWh (Gigawattstunde) = 1000 MWh = 1.000.000 kWh = 3.600.000 MJ
Umrechnungen von Energieeinheiten
1kWh = 3.6 MJ
1tSKE = 8140000kWh
1EJ = 1018J = 1000000000000000000J, (Exa-Joule)

1PJ = 1015J = 1000000000000000J, (Peta-Joule)
1TJ = 1012J = 1000000000000J, (Tera-Joule)
1GJ = 109J = 1000000000J, (Giga-Joule)
1MJ = 106J = 1000000J, (Mega-Joule)
1kJ = 103J = 1000J, (Kilo-Joule)


Kaplan-Turbine

Sie eignet sich für geringe Gefälle (maximal 65 m) und unterschiedliche Massenströme und wird in Laufwasserkraftwerken eingesetzt. Dabei werden sie horizontal, oder vertikal durchströmt und haben einen Wirkungsgrad von bis zu 95%.


KfW-Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus ist ein Energiestandard für Gebäude. Es gibt unterschiedliche Standards, wie KfW-Effizienzhaus-40, -55, -70, oder -85. Die Zahl gibt an, wie viel Prozent des Primärenergiebedarfs eines nach EnEV2009 gebauten Hauses das Effizienzhaus benötigt. Zum Beispiel darf der Primärenergiebedarf eines KfW-Effizienzhaus-40 nur 40% der nach EnEV 2009 zulässigen Werte erreichen, ein KfW-Effizienzhaus-85 85%.


KfW Bankengruppe

(Kreditanstalt für Wiederaufbau) Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet um den Wiederaufbau in Deutschland zu finanzieren. Heute ist die KfW u.a. für die Durchführung von Förderprogrammen und die Vergabe zinsgünstiger Darlehen zuständig, unter anderem für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.


Kilowatt-Peak (kWp)

Ist die Maßeinheit für die Spitzenleistung (oder auch Nennleistung) einer Photovoltaik (PV)-Anlage, einer PV-Zelle, oder eines PV-Moduls. kWp gibt die Leistung unter Standard-Testbedingungen (25°C Modultemperatur, Einstrahlung 1000 W/m²) an, damit die Module untereinander vergleichbar sind.


Kleinwasserkraft

Bezeichnet die Wasserkraftnutzung in kleinen, dezentralen Wasserkraftwerken mit einer Leistung kleiner 10 Megawatt (in Europa; in China kleiner 30 MW). Prinzipiell unterscheidet sich die Technik nicht von größeren Wasserkraftwerken, es gibt jedoch einige besondere Turbinen, wie zum Beispiel in Wasserwirbelkraftwerken. Kleinwasserkraftwerke können auch den überschüssigen Druck in Rohrleitungen nutzen und kommen in Fließgewässern mit geringen Volumenströmen zurecht.


Kleinwindanlagen

Laut BWE (Bundesverband WindEnergie e.V.)-Definition Windkraftanlagen mit einer maximalen Leistung von 100 kW, wobei diese für kleine Anwender schon sehr groß sind. Für Privatpersonen sind eher Anlagen bis circa 30 kW interessant. Ist der Mast maximal 10 Meter hoch, benötigen diese Kleinwindanlagen keine Baugenehmigung. Die IEC-NORM 61400-2:2006 („design requirements for small wind turbines“) liefert eine andere Definition: Kleine Windenergieanlagen sind Anlagen, deren Rotorfläche kleiner als 200 Quadratmeter bei 350 W/m² ist. Die maximale Leistung ergibt sich hieraus zu 70 kW bei einer Turmhöhe von weniger als 20 Metern. Am Markt erhältliche Anlagen haben in der Regel eine Leistung von 5 bis 10 kW und erfreuen sich bei Privatleuten und Landwirten einer immer größeren Beliebtheit.


Klimaanlage

Eine Klimaanlage dient zur Erzeugung und Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen, für den Menschen angenehmen Raumklimas. Sie Regelt Temperatur, Menge der ausgetauschten Luft und damit die Luftqualität im Raum, sowie Luftfeuchtigkeit. Es gibt mehrere Techniken, die unterschiedliche Antriebsenergien und Medien zur Klimatisierung nutzen, wie Nur-Luft- oder Luft-Wasser-Anlagen, Klimaanlagen, die nur Strom nutzen, und thermisch angetriebene Kältemaschinen, bei denen Wärme (zum Beispiel aus Blockheizkraftwerken oder solarthermischen Anlagen) in Ad- oder Absorptionskältemaschinen zur Kälteerzeugung genutzt wird. Im Winter kann durch die Frischluftzufuhr mittels Klimaanlagen die Wärme der Abluft mit Wärmetauschern auf die Zuluft übertragen werden, und damit der Heizenergiebedarf reduziert werden.


Klimatisierung

siehe Klimaanlage


Klärgas

Gas, das bei der Vergärung von Klärschlamm entsteht. Es enthält bis zu 67% Methan und ist daher gut brennbar. Es kann z.B. in Blockheizkraftwerken genutzt werden


Kofermentation

Bezeichnet die gleichzeitige Vergärung von zwei Stoffen (z.B. Gülle und Maissilage) in einer Biogasanlage. Dadurch so soll der Fermenter besser ausgenutzt werden und die Gasausbeute erhöht werden.


Kohlendioxid (CO²)

Ist eine gasförmige Verbindung von Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O), die bei Atmungs- und Verbrennungs- und Zersetzungsprozessen organischer Materialien entsteht. Langwellige Wärmestrahlen wird von CO2 nicht „durchgelassen“, daher wirkt es in der Atmosphäre als Treibhausgas. Das Verbrennen fossiler Energieträger führt zu einer Anlagerung von CO2 in der Atmosphäre. Dies hat großen Einfluss auf den vom Menschen gemachten Klimawandel. CO2 wird von Pflanzen bei der Photosynthese gebunden und ist Grundbaustein aller organischen Verbindungen.


Kollektor

Er dient zu Umwandlung der einfallenden Sonnenstrahlung in Wärme. Dies geschieht im von einem Wärmeträger durchflossenen Absorber. Er ist damit Herzstück solarthermischer Anlagen. Es gibt unterschiedliche Bauarten, die sich hinsichtlich ihrer Dämmung unterscheidet: Flachkollektoren, Vakuumröhrenkollektoren, Vakuumflachkollektoren, Einfachabsorber.


Kombikraftwerk

Kombikraftwerke verknüpfen und steuern kleine, dezentrale Stromerzeugungsanlagen, um eine zuverlässige und leistungsstarke Strombereitstellung aus regenerativen Quellen sicherzustellen. Das Problem der schwankenden Produktion von Wind- und Sonnenenergie soll damit ausgeglichen werden.


Kommanditgesellschaft (KG)

Personengesellschaft, deren Zweck der Betrieb eines Handelsgewerbes ist. Im Unterschied zur Offenen Handelsgesellschaft (OHG) haften nicht alle Gesellschafter unbeschränkt gegenüber den Gesellschaftsgläubigern, sondern nur die Komplementäre (persönlich haftende Gesellschafter). Dagegen haften die Kommanditisten nach außen nur bis zur Höhe ihrer Einlage (Haftsumme). Am Verlust der KG nimmt der Kommanditist nur bis zum Betrag seines Kapitalanteils teil, so dass ihn keine Nachschusspflicht trifft. Die Kommanditisten sind grundsätzlich von der Vertretung der Gesellschaft und der Geschäftsführung ausgeschlossen, haben jedoch Informations- und Einsichtsrechte zur Kontrolle der Geschäftsführung. Gesetzlich geregelt ist die KG in §§ 161 ff. Handelsgesetzbuch (HGB).
Die KG fand in den letzten zwanzig Jahren verstärkt als Kapitalaufbringungs- und Kapitalanlagemodell in Form der „Publikums KG“ Verbreitung. Diese sogenannten geschlossenen Fonds sind auf die Aufnahme einer größeren Anzahl von Kommanditisten als Kapitalgeber ausgerichtet, beispielsweise in den Bereichen der Investitionsgüter Immobilien oder Produktionsanlagen regenerativer Energien (Solar-, Windkraft und Biogasanlagen).
 
Kommanditisten = Kommanditgesellschaft 


Kommunalabgaben

Oberbegriff für alle Geldleistungen, die eine Gemeinde oder ein Landkreis aufgrund eines Gesetzes und einer örtlichen Satzung erheben kann. Die Abgaben untergliedern sich in Steuern, Gebühren und Beiträge (bspw. Gewerbe- und Grundsteuer, Abwassergebühren, Erschließungsbeiträge). Die rechtlichen Grundlagen für die Erhebung sind in den Kommunalabgabengesetzen der Bundesländer geregelt.

Komplementär = Kommanditgesellschaft


Kompressions-Wärmepumpe

Ist die derzeit gängigste Bauart von Wärmepumpen (WP). Sie funktioniert vereinfacht wie ein Kühlschrank, oder eine Kompressionskältemaschine, allerdings nicht mit der Zielvorgabe zu kühlen. Dabei wird Wärme niedrigen Niveaus mittels mechanischer Arbeit im Kompressor auf ein höheres Niveau gepumpt und im Kondensator z.B. den Heizkreislauf eines Hauses abgegeben.


Kompressionskältemaschine

Die benötigte Energie für die Kältebereitstellung wird in Form von mechanischer Energie über den Kompressor bereitgestellt. Die Maschine nutzt die unterschiedlichen Stoffeigenschaften bei verschiedenem Drücken. Wasser zum Beispiel verdampft unter niedrigem Druck bei sehr geringen Temperaturen und wird durch die Druckerhöhung im Kompressor auf ein höheres Temperaturniveau gehoben. Im Kondensator wird es unter Wärmeabgabe wieder verflüssigt. Der Druck wird danach in einer Drossel wieder reduziert. Die Kompressionskältemaschine ist die am weitesten verbreitete Form der Kältemaschine.


Konzessionsabgaben

Sind Zahlungen, die ein Energieversorgungsunternehmen einer Kommune für die Benutzung der öffentlichen Verkehrswege und gemeindeeigenen Grundstücke für den Betrieb des Energieversorgungsnetzes (Strom / Gas), grundsätzlich im Rahmen eines Konzessionsvertrags, leistet. Die Zulässigkeit und Bemessung der Konzessionsabgaben ist durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und die Konzessionsabgabenverordnung (KAV) reglementiert.


Konzessionsvertrag

Vertrag zwischen einem Energieversorgungsunternehmen und einer Kommune, welcher die Benutzung der öffentlichen Verkehrswege und gemeindeeigenen Grundstücke für den Betrieb des Energieversorgungsnetzes (Strom / Gas) durch einen Energieversorger gegen Zahlung von à Konzessionsabgaben an die Kommune regelt. Rechtliche Vorgaben für Konzessionsverträge sind in § 46 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) enthalten, insbesondere Bestimmungen zur maximal zulässigen Vertragslaufzeit (20 Jahre) und zum Verfahren bei Auslaufen und Neuabschluss von Konzessionsverträgen


Koordinierungsstelle Windenergie

Die Koordinierungsstelle Windenergie ist ein deutsch-französischer Verein zur Förderung der Windenergie in diesen beiden Ländern. Der Verein wurde Ende 2006 auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Ministère délégué à l’Industrie gegründet. Der Verein soll den Wissenstransfer zwischen Deutschland und Frankreich fördern, Akteure vernetzen und helfen Sprachbarrieren zu überwinden.


Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Sie bezeichnet den Prozess, bei dem gleichzeitig elektrische und thermische Energie bereitgestellt wird. In herkömmlichen Kraftwerken wird nur ein geringer Teil der eingesetzten Primärenergie in Strom umgewandelt. Ca. 60 bis 70% gehen in Form von Abwärme an die Umwelt verloren. Die KWK nutzt diese Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung. Je nach Größe und Lage der KWK-Anlage wird die Wärme über ein Nah- oder Fernwärmenetz verteilt. Voraussetzung ist, dass ausreichend Wärmeabnehmer vor Ort, oder in der Nähe sind. In KWK-Anlagen wird 80 bis teilweise über 90% der eingesetzten Primärenergie genutzt, wobei die Stromproduktion verglichen mit gleichgroßen konventionellen Kraftwerken etwas kleiner ist. KWK-Anlagen gibt es in fast allen Größen von kleinen Mini-Blockheizkraftwerken für Einfamilienhäuser bis hin zu Heizkraftwerken mit mehreren hundert Megawatt Leistung.


Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel des Gesetzes ist es den Anteil der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland auf 25 Prozent zu erhöhen. Die Inhalte zum Gesetz erhalten Sie hier

http://www.gesetze-im-internet.de/kwkg_2002/index.html


Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)

Die bei der herkömmlichen Stromerzeugung anfallende Abwärme (circa 60 bis 70% der eingesetzten Primärenergie) wird bei der KWKK zur Heizung, Warmwasserbereitung und zur Kühlung genutzt. Bei der herkömmlichen Kraft-Wärme-Kopplung ist das Problem, dass im Sommer weniger Wärme benötigt wird und daher die KWK-Anlage nicht voll genutzt werden kann. Die überschüssige Wärme kann mittels Ad- oder Absorptionskältemaschinen zur Bereitstellung von Kälte, zum Beispiel für die Raumklimatisierung, genutzt werden. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht.


Kraftwerk

Der Begriff bezeichnet eine industrietechnische Anlage, die elektrische und optional auch thermische Energie bereitstellt. Es gibt unterschiedliche Arten von Kraftwerken, die sich hinsichtlich der eingesetzten Primärenergie, technischer Ausführung und weiteren Kriterien unterscheiden. Am weitesten verbreitet sind in Deutschland Steinkohlekraftwerke, Kernkraftwerke, Gasturbinenkraftwerke, Braunkohlekraftwerke, Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke.


Kurzumtriebsplantage (KUP)

Bezeichnet eine Plantage mit schnell wachsenden Hölzern (Pappel, Weide), die nach der Ernte zur Energiegewinnung genutzt werden. Sie können nach drei bis fünf Jahren geerntet werden und es kann ein jährlicher Zuwachs der Trockensubstanz von bis zu 15 Tonnen pro Hektar erreicht werden. KWK-Bonus Dieser Bonus wird gewährt, wenn eine Anlage zur Stromerzeugung nach dem EEG (z.B. eine Biogasanlage) den Strom in Kraft-Wärme-Kopplung im Sinne des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes produziert. Der Bonus beträgt 2 Cent pro Kilowattstunde [kWh].


Kältemaschine

Ein Gerät zur Kälteerzeugung. Dabei wird Wärme unterhalb der Umgebungstemperatur von dem Kältemittel aufgenommen, abtransportiert und bei höheren Temperaturen wieder abgegeben. Kältemaschinen arbeiten ähnlich wie Wärmepumpen. Ein Beispiel ist der Kühl- oder Gefrierschrank im Haushalt.


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