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Handelsregister

Von bestimmten Amtsgerichten - den Registergerichten - elektronisch geführtes öffentliches Verzeichnis, in dem die Kaufleute und Handelsgesellschaften (z.B. OHG, KG, GmbH, AG), sowie bestimmte, auf sie bezogene Tatsachen und Rechtsverhältnisse eingetragen werden. Eingetragen werden unter anderem die Firma, Sitz und Niederlassungen, der Unternehmensgegenstand, die Vertretungsberechtigten Personen und die Rechtsform des Unternehmens. Jedermann kann die Eintragungen in das Handelsregister zu Informationszwecken einsehen. Die Offenlegung der Zugehörigkeit zum Handelsstand und der wichtigsten Rechtsverhältnisse der Unternehmen des Handelsstandes sorgt für Publizität von Unternehmen und dient so dem Verkehrsschutz. Überwiegend bezeugen die Eintragungen Vorgänge, die außerhalb des Registers erfolgt sind. Solche Eintragungen haben somit Rechtsbekundende (deklaratorische) Wirkung. Manche Akten bedürfen zur rechtlichen Wirksamkeit der Eintragung. In diesen Fällen wirkt eine Eintragung rechtsbegründend (konstitutiv). Eintragungen in das Handelsregister genießen einen unterschiedlich ausgestalteten Verkehrs- und Vertrauensschutz.


HDR-Verfahren

(Hot-Dry-Rock-Verfahren) findet bei Gesteinsschichten Anwendung, die kein Thermalwasser führen. Voraussetzung ist das Bestehen oder Schaffen eines Risssystems als Wärmetauscher, in welches Wasser eingepresst wird, das sich während dem „fließen“ durch das Gestein erwärmt und an anderer Stelle wieder an die Erdoberfläche gepumpt wird.


Heizkraftwerk

Heizkraftwerke (HKW) sind Dampfkraftwerke, die die bei der Stromerzeugung aus Verbrennung (oder in Kernreaktoren) entstehende Wärme nutzen und in ein Wärmenetz einspeisen. I.d.R. liegt die Temperatur des Dampfes bei Austritt aus der Turbine in einem Kraftwerk bei 50 bis 100°C. Um die Wärme nutzen zu können, wird diese am Austritt aus der Turbine auf rund 130°C eingestellt. Dadurch verringert sich der elektrische Wirkungsgrad, der Gesamtwirkungsgrad wird aber durch die Wärmenutzung erhöht. Der Einsatz eines HKW bietet sich an, wenn genügend Wärmeabnehmer in der Nähe des Kraftwerkes sind und das Kraftwerk relativ gleichmäßig Strom in das Netz einspeisen kann.


Heizlast

Ist die Last für die Aufrechterhaltung einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr. Sie wird in Watt [W] angegeben. Ermittelt wird sie DIN EN 12831. Bei der Ermittlung werden Lage und Nutzung eines Gebäudes ebenso berücksichtigt, wie die Beschaffenheit der Gebäudehülle.


Heizwert

Der Wert gibt die maximal nutzbare Wärmemenge bei einer Verbrennung an. Nicht Berücksichtigt ist dabei die Wärmemenge, die im Wasserdampf des Abgases enthalten ist. Wird diese Wärmemenge mit berücksichtigt, spricht man vom Brennwert. Der Heizwert wird in Kilowattstunden (kWh), oder Megajoule (MJ) bezogen auf eine bestimmte Menge, oder Masse eines Brennstoffes angegeben. Beispiele:

Brennstoff Heizwert [MJ]
1 kg Benzin 43,5
1 kg Heizöl EL 42,7 
1 m³ Erdgas 31,7
1 kg Braunkohle Bis 20
1 kg Steinkohle 27 – 32
1 kg Holz, lufttrocken 14 – 16
1 kg Holzpellets 18 
A kg Holzhackschnitzel 6 - 8


Heizwärmebedarf

Der Begriff dient der Bewertung des Energiestandards von Gebäuden. Er wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m²*a)) angegeben. Standards für verschiedene Gebäude (Neubauten, Altbauten, sanierte Altbauten) werden in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Altbauten haben einen Heizwärmebedarf von 150 bis über 300 kWh/(m²*a), Niedrigenergiehäuser nur noch 40 bis 70 kWh/(m²*a).


Heizöl

Ist ein flüssiger Brennstoff, der auf Erdöl basiert. Verwendet werden die eher schwer entflammbaren Bestandteile des Erdöls. Es gibt dabei unterschiedliche Sorten von „Extra Leicht“(EL) bis „Extra Schwer“ (ES), die sich hinsichtlich ihrer Dichte, dem Aschegehalt und dem Verhältnis Kohlenstoff zu Wasserstoff, und damit hinsichtlich ihrer Qualität, unterscheiden.


Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise stiegen seit Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts kontinuierlich. Nach einem kurzen Einbruch auf Grund der Wirtschafts- und Bankenkrise im Jahren 2008 und 2012 zogen die Preise wieder deutlich an. Diese Entwicklung wird sich langfristig weiter fortsetzen, da der Bedarf an Rohöl der aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, die Kosten für die Erschließung neuer schwer erreichbarer Ölvorkommen und die geopolitischen Unsicherheiten im Nahe Osten sich negativ auf die Preisentwicklung auswirken.


Holz-Briketts

Werden aus Holz- und Sägeresten durch mechanischen Druck hergestellt und enthalten keine chemischen Bindemittel. Sie sind größer als Holz-Pellets, haben einen relativ geringen Wassergehalt (rund 10%) und einen relativ hohen Energiegehalt.


Holzhackschnitzel

Sind die zerkleinerten Reste aus der holzverarbeitenden Industrie, aber auch zerkleinertes Restholz aus der Forstwirtschaft. Sie können in vollautomatischen Heizungsanlagen verfeuert werden. Aufgrund der geringeren Energiedichte, als sie z.B. Holz-Pellets aufweisen, werden größere Lager benötigt. Sie sind aber auch billiger als Briketts und Pellets und eignen sich für größere Heizwerke.


Holzpellets

Zur Herstellung werden Holzreste, vor allem Hobel- und Sägespäne genutzt. Diese werden ohne Zugabe von Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und in zylindrische Form gepresst. Pellets werden hauptsächlich in Heizungsanlagen verbrannt. Benötigt wird ein absolut trockener Lagerraum. Wassergehalt und Energiedichte sind mit denen von Briketts vergleichbar. Größe und Qualität sind genormt (Norm: DIN EN 15210)


Hydrogeothermie

Ist die Thermalwassernutzung zur Geothermischen Stromerzeugung. Die Temperatur muss dabei mindestens 80-100°C betragen. Zum Einsatz kommen dabei Organic Rankine Cycle (ORC) Anlagen oder das KALINA-Verfahren. Beide Verfahren verwenden Stoffe, die schon bei diesen Temperaturen im Gegensatz zu Wasser schon verdampfen, wie z.B. Pentan oder Ammoniak. Das warme Thermalwasser kann auch zur Wärmeversorgung genutzt werden (ohne Stromerzeugung).


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