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F

Fallhöhe

Ist der Höhenunterschied bei Wasserkraftwerken zwischen dem oberen und unteren Wasserspiegel am Kraftwerk.


Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

(FFH-Richtlinie) Die FFH-Richtlinie ist eine europäische Naturschutz-Richtlinie. Der korrekte Namen lautet: „Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen“.


Fermentation

Ist die Umwandlung organischer Materialien mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- oder Zellkulturen, oder auch Enzymen. Ursprünglich beschreibt der Begriff eine biochemische Reaktion unter Ausschluss Luft. Heute umfasst der Begriff alle technischen Bioreaktionen, unter anderem auch die Erzeugung von Biogas.


Fermenter

Fermenter (Bioreaktoren) sind Behälter, in denen Fermentation unter möglichst optimalen Bedingungen stattfinden kann. Die Gärbehälter von Biogasanlagen sind ein Beispiel dafür. In ihnen findet bei einer Faulzeit von 30 bis 70 Tagen eine anaerobe (ohne Luft) Gärung statt, bei der Biomasse in Biogas umgesetzt wird.


Fernkälte

Bezeichnet die Belieferung von Kunden mit Kälte. Die Kälte wird dabei in einer zentralen Kältemaschine erzeugt und über isolierte Leitungen zu den Kunden transportiert, wo das Kältemittel überschüssige Wärme aufnimmt. Die Vorlauftemperatur im Netz ist im Gegensatz zu Wärmenetzen geringer als die Rücklauftemperatur.


Fernwärme

Thermische Energie wird über ein wärmegedämmtes, meist unterirdisches Wärmenetz vom Erzeuger zu den Abnehmern gebracht. Als Erzeuger kommen dabei große Heizzentralen, oder Kraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung in Frage, die dann ganze Städte (oder Stadtteile) mit Wärme versorgen. Wird nur ein kleines Gebiet (Dorf, Straße, mehrere Häuser) mit Wärme versorgt, spricht man von Nahwärme.


Flachkollektor

Ist eine kostengünstigste Form des Solarkollektors mit einem flachen Absorber. Siehe auch Solarkollektor.


Flächenheizungen

Hierzu zählen Fußboden-, Wand-, oder Deckenheizungen. Sie sind allesamt in Bauteilflächen integrierte Systeme. Betonkernsysteme zählen ebenfalls zu den Flächenheizungen. Durch die großen Flächen kann die Vorlauftemperatur, und damit die Temperatur des Heizwassers, auf einem niedrigeren Niveau gehalten werden, als bei herkömmlichen Heizungssystemen; und das bei gleicher Heizleistung. Flächenheizungen sind besonders für Wärmepumpensystem geeignet, da hier das Temperaturniveau niedriger ist, als bei Heizkesseln.


Flächenkollektoren

Diese Art der Kollektoren benötigen zur Bereitstellung der Wärme relativ große Flächen. Siehe Erdwärmekollektoren.


Flächenkonkurrenz

Mit Flächenkonkurrenz wird der konkurrierende Bedarf an der begrenzten Ressource Fläche durch unterschiedliche Nutzmethoden bezeichnet. Vor allem im Bereich der Biomasseverwertung wird die Diskussion schon lange geführt. Hierbei geht es um die Nutzenkonkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion, Anbau von Energiepflanzen, Flächen für extensive Landwirtschaft (Öko-/Biolandbau) und den Erhalt naturnaher Landschaften. Durch den Klimawandel wird die Konkurrenz wahrscheinlich noch verschärfen, da verfügbare landwirtschaftlich nutzbare Flächen abnehmen werden.


Flächennutzungsplan

Ein Flächennutzungsplan (FNP) sozusagen ein vorbereitender Bebauungsplan, der als Grundlage für weitere Planungen hinsichtlich der Flächennutzung dient. In ihm werden die tatsächlichen und beabsichtigten Bodennutzungsarten in einer Gemeinde dargestellt. Neben Bauflächen und Baugebieten werden auch Verkehrsflächen, Flächen für Versorgungsanlagen, Grünflächen, sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen dargestellt. Jedem Flächennutzungsplan muss eine Begründung beigelegt sein. Flächennutzungspläne müssen von der übergeordneten Behörde genehmigt werden (i.d.R. Landratsamt). Bei der Erstellung von Flächennutzungsplänen sind Bürger, Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. Mit der ortsüblichen Bekanntmachung tritt der Plan in Kraft. Rechtsgrundlage sind die Paragraphen fünf bis sieben des Baugesetzbuches (BauGB).


Fossile Brennstoffe

Diese Brennstoffe (Fossile Energieträger) sind Materialien und Gase, die sich aus organischen Substanzen (Tiere und Pflanzen) über tausende von Jahren gebildet haben. Hierzu gehören Torf, Kohlen, Erdöl, Erdgas und Methan. Fossile Brennstoffe zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte, aber auch durch die begrenzte Verfügbarkeit aus. Nach heutigem Stand der Technik reichen die Erdölreserven wahrscheinlich nur noch wenige Jahrzehnte.


Fotovoltaik

Begriff durch die neue deutsche Rechtschreibung entstanden. Der korrekte und international gängige Begriff ist Photovoltaik.


Francis-Turbine

Ist die am weitesten verbreitete Wasserkraftturbine. Sie ist mit einer Leistung zwischen 10 kW und über 700 MW erhältlich und bei Fallhöhen bis zu 700 m einsetzbar. Sie eignet sich für mittlere Massenströme und kann als Pumpe oder Turbine genutzt werden. Sie wird daher in Pumpspeicherkraftwerken, aber auch in Laufwasserkraftwerken eingesetzt.


Förderprogramme

Erneuerbare Energien werden in Deutschland mit unterschiedlichen Programmen und Instrumenten gefördert. Neben der EEG-Umlage gibt es das Marktanreizprogramm (MAP), Forschungsgelder und zinsgünstige Darlehen, z.B. von der KfW Bankengruppe.


Fündigkeitsversicherung

Eine solche Versicherung deckt das Risiko ab, dass bei einer kostenintensiven Exploration eines Tiefengeothermie-Projekts, kein oder nicht ausreichend Thermalwasser gefunden wird. Neben privaten Anbietern kann dieses Risiko auch durch innovative Darlehensmodelle der KfW abgesichert werden.


Termine

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