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Pumpspeicherkraftwerk

Energie aus dem Berg

Klimafreundliche Energieversorgung: Seit den sechziger Jahren nutzen die Vorarlberger Illwerke Wasserkraft. Demnächst geht das Kopswerk II in Betrieb, eines der leistungsfähigsten Pump- speicherkraftwerke Europas. Es dient als Puffer bei Netzstörungen und gleicht die täglichen Bedarfsspitzen aus.

Mitten im Berg bei Gaschurn-Partenen steckt das Herz des Kraftwerks: die riesige, 61 Meter hohe Maschinenkaverne. Knapp 800 Meter darüber liegt der in den sechziger Jahren erschlossene Kopssee. Hinter seiner 122 Meter hohen Mauer können sich bis zu 43 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Über einen 5,5 Kilometer langen Stollen rauscht bei Bedarf das Wasser durch den Berg und stürzt in den 1,2 Kilometer langen Schacht. Die dabei freigesetzte Energie treibt die drei Turbinen in der Maschinenhalle zu Hochleistungen an und ermöglicht eine Generatorenleistung von 450 Megawatt (MW). Hauptabnehmer ist die EnBW.

Pumpspeicherkraftwerke erfüllen eine wertvolle Pufferfunktion: Sie können Energie einerseits stauen und speichern, andererseits aber auch blitzschnell wieder verflüssigen und in Strom verwandeln. So gleichen Pumpspeicherkraftwerke Lastspitzen beim Verbrauch aus. Ebenso können Sie aber auch Engpässe bei der Erzeugung auffangen – wenn zum Beispiel kein Wind weht und die Rotoren stillstehen. Tut sich solch ein Strombedarf unerwartet auf, genügt ein Knopfdruck bei der EnBW in Karlsruhe und in Sekundenschnelle stürzt das Seewasser auf die Schaufelräder: Der Strom fließt ins Netz, und die Spitzenlast kann getragen werden.

  • Leistung im Turbinenbetrieb: 3 x 150 MW
  • Pumpantriebsleistung: 3 x 150 MW
  • Fallhöhe: ca. 800 m
  • Inbetriebnahme: Herbst 2008
  • Bauzeit: 3,5 Jahre
  • Kosten: 395 Millionen Euro
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