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27.11.2015

Erweiterung der Leutkircher Wärmeversorgung

Für das Leutkircher Nahwärmenetz wurde gestern offiziell eine neue Holzfeuerungsanlage vorgestellt, sowie eine Biogas-Wärmeeinspeisung in Betrieb genommen. 

Die Betreiber der Anlagen, beteiligte Firmen, Kunden und Vertreter der Stadtverwaltung feierten dazu in der Heizzentrale an der Herlazhofer Straße den nächsten Ausbauschritt des Wärmenetzes.

„Es war uns immer wichtig, dass mit dem Wärmeabsatz auch unsere Kapazitäten zur ökologischen Wärmeerzeugung wachsen“, erläuterte Jürgen Gölz, Geschäftsführer der Kraftwärmeanlagen GmbH im Rahmen der Feier. So konnten in den zurückliegenden Jahren zwei hocheffiziente erdgasbefeuerte Blockheizkraftwerke zur gemeinsamen Erzeugung von Strom und Wärme in Betrieb genommen werden.

„Die Erweiterung stellt einen weiteren wichtigen Baustein auf dem Weg zur ‚Nachhaltigen Stadt‘ dar. Es freut mich sehr, dass die Abwärme der Biogasanlage nun so sinnvoll genutzt werden kann“, sagte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle in seinem Grußwort.

Als im Frühjahr 2014 weite Teile der Bebauung auf dem ehemaligen Schwäbischen-Zeitungs-Areal sowie das Neubaugebiet „Marienhof“ als zukünftige Wärmekunden gewonnen wurden, konnte das nächste Kapitel dieser ökologischen Erfolgsgeschichte eingeleitet werden: In Kooperation mit dem Land- und Energiewirt Reinhold Gaile wurde die Einspeisung von Prozesswärme aus dessen Biogas-BHKW Anlage bei Herlazhofen in das Wärmenetz vereinbart. Hierfür hat Gaile in den vergangenen Monaten eine rund 2,7 km lange Wärmeleitung verlegen lassen. Etwa 1,8 Mio kWh Wärme sollen damit zukünftig jährlich aus der Biogas-BHKW-Anlage in das Wärmenetz eingespeist werden. Dies entspricht recht genau der Wärmemenge, die im Endausbau für die Wärmeversorgung der zusätzlichen Wohngebiete benötigt wird. „Bei dieser Wärmemenge handelt es sich um Prozesswärme aus der Biogasverstromung. Kein zusätzliches Körnchen Mais wird hierfür benötigt“, erläutert hierzu Reinhold Gaile.

Parallel dazu wurde von der Kraftwärmeanlagen GmbH die Holzfeuerungsanlage in der Heizzentrale durch eine leistungsgleiche Neuanlage ersetzt.

Bereits im Jahr 2001, als die Fernwärmeversorgung im Süden Leutkirchs in Anwesenheit des damaligen Landes-Umweltministers Müller eingeweiht wurde, galt diese als ökologisches Leuchtturmprojekt. Die daraus gelieferte Wärme stammt überwiegend aus einer damals neu erstellten Holzfeuerungsanlage an der Herlazhofer Straße, die ausschließlich mit unbehandelten Holzschnitzeln aus regionaler Erzeugung befeuert wird. Das spart lange Transportwege und schont das Klima. Neben vier Schulen (Hans-Multscher-Gymnasium, Otl-Aicher-Realschule, Don-Bosco Förderschule und dem Beruflichen Schulzentrum „Geschwister-Scholl-Schule“) erstreckte sich die Wärmeversorgung bereits in den ersten Jahren auch auf zwei Neubaugebiete mit zusammen knapp 100 Wohngebäuden. Zu dieser Zeit durchaus eine vielbeachtete Innovation.

Darauf haben sich die beiden Hauptakteure, die Stadtverwaltung Leutkirch und der Wärmeversorger Kraftwärmeanlagen GmbH aus Bietigheim-Bissingen, jedoch nicht ausgeruht - das Versorgungsgebiet ist kontinuierlich gewachsen. So zählt die Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz und die angrenzenden Sport- und Festhallen zwischenzeitlich genauso zu den Wärmekunden wie die Katholische Bildungseinrichtung „Regina Pacis“.

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