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15.03.2012

Bürgerbeteiligung unter Dach und Fach - Vertrag für "Solarpark Leutkirch GmbH & Co. KG" unterzeichnet

Mit der Vertragsunterzeichnung zur neuen Gesellschaft "Solarpark Leutkirch GmbH & Co. KG" mit Sitz in Leutkirch ist jetzt der Weg für die Bürgerbeteiligung am Solarpark in Leutkirch-Haid direkt neben der Autobahn A 96 geebnet. Mit dieser Gründung kann die Energiegenossenschaft Leutkirch, über die sich die Bürger am Solarpark beteiligen können,  die schon zahlreich eingegangenen Darlehen annehmen. Die Darlehen beginnen mit einem Betrag von 5000 Euro und können jeweils in Schritten von 1000 Euro aufgestockt werden. Die bisherigen Angebote liegen bei 5000 bis 20.000 Euro. "Darüber ist kaum etwas eingegangen", erklärte Jacqueline Schwärzler, kaufmännischer Vorstand der Energiegenossenschaft. Und das sei auch gut so. Natürlich wäre es verwaltungstechnisch einfacher, wenn nur 100.000-Beträge angeboten würden, dies sei aber nicht im Sinne der breiten Bürgerbeteiligung, die ja das Ziel sei. Sie berichtete weiter, der Energiegenossenschaft seien insgesamt schon Beträge von mehr als einer Million Euro angeboten worden.

Alle Beteiligten an der Vertragsunterzeichnung von EnBW, OEW, Energiegenossenschaft Leutkirch und Stadt LeutkirchDer Solarpark Leutkirch ist Ende 2011 an Netz gegangen. Er hat eine Nennleistung von fünf Megawatt. Die Baukosten von zehn Millionen Euro hat die Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) vorfinanziert. Der Solarpark wurde jetzt von der neuen Gesellschaft gekauft. Als Gesellschafter halten die Stadt Leutkirch zehn Prozent, die Energiegenossenschaft ebenfalls zehn Prozent, die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) 20 Prozent und die EnBW 51 Prozent. Die Stadt Leutkirch und die Energiegenossenschaft können, wenn sie weitere Angebote haben, noch zusätzliche neun Prozent erwerben. Jaqueline Schwärzler ist sich sicher, dass dies der Fall sein werde.

Leutkirch Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle meinte nach der Vertragsunterzeichnung, man habe in den Wochen gut zusammengefunden. Man habe unterschiedliche Vorstellungen gehabt, aber fair und partnerschaftlich alle Klippen umschifft. "Zuerst waren wir alle in einem Raum, jetzt sind wir eng zusammengerückt", sagte er. Barbara Endriss, OEW-Geschäftsführerin, meinte: "Wir haben das gemeinsame Ziel, dass dieses Projekt gelingt. Ich bin stolz auf dieses Unternehmen, es soll keine Eintagsfliege bleiben." Hartmut Reck, EnBW-Regionalleiter, unterstrich, dass nur in Partnerschaft die Energiewende zu schaffen sei. Mit diesem Projekt könnten die Bürger bei der Energiewende aktiv mitmachen. Schwärzler stellte fest, dass dieses Projekt eine Pionierleistung für die Energiegenossenschaft und bei den Bürgern sehr gut angekommen sei.

Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Leutkirch, zahlt ihre Gewerbesteuer vor Ort und leistet mit ihren Erträgen einen wichtigen Beitrag zu Wertschöpfung in der Region. Geschäftsführer ist EnBW-Regionalleiter Hartmut Reck, Prokurist Leutkirchs Bürgermeister Martin Bendel.


Haben gemeinsam die Verträge für die neue Gesellschaft unterschrieben: Jaqueline Schwärzler, OB Hans-Jörg Henle, Barbara Endriss und Hartmut Reck.

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