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20.01.2012

Bürger sollen sich am Solarpark beteiligen

Zweckgebundene Darlehensangebote für die Energiegenossenschaft Leutkirch

Alle Bürger können sich am Solarpark an der A 96 In Leutkirch beteiligen. Dabei stellen sie der Energiegenossenschaft Leutkirch (EG) ein zweckgebundenes Darlehen von mindestens 5000 Euro zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um ein nachrangiges Darlehen. Beteiligen können sich alle Bürger, auch wenn sie nicht Mitglied der Genossenschaft sind. Wobei Michael Krumböck, Aufsichtsratsvorsitzender der EG, eine Mitgliedschaft empfiehlt, da so die Bürger breitere Informationen erhielten. Die Mitgliedschaft kostet 200 Euro.

Der Solarpark kostet zehn Millionen Euro. Die Betreiber sind die Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW), die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) die Stadt Leutkirch und die Energiegenossenschaft. Letztere erwirbt zunächst zehn Prozent (einen Million Euro) der Anteile am Solarpark Leutkirch. Sollte mehr Geld zusammenkommen, könnte dieser Anteil auch auf 19 Prozent steigen, so Krumböck. Am Ende sollen die Stadt Leutkirch und die Energiegenossenschaft zusammen 29 Prozent halten, die OEW 20 und die EnBW 51 Prozent. Die Beteiligung der Bürger läuft über nachrangige Darlehen, die Bürger der Energiegenossenschaft für zehn, 15 oder 20 Jahre zur Verfügung stellen können. Der Mindestbetrag liegt bei 5.000 Euro, danach können Angebote für Darlehen in 1.000-Euro-Schritten abgegeben werden. Über die Annahme der Darlehensangebote seitens der Bürger entscheidet die Energiegenossenschaft. Der EG ist es besonders wichtig, viele Bürger an zu sprechen und mit ins Boot zu holen.

Diese Nachrangdarlehen haben je nach Laufzeit des Kreditvertrages unterschiedliche Zinssätze. Für eine Darlehensgewährung von zehn Jahren gibt es 3,5 Prozent pro Jahr, für 15 Jahre bezahlt die Energiegenossenschaft 4,0 Prozent. und für 20 Jahre liegt die Verzinsung bei 4,5 Prozent. „Es handelt sich um nachrangige Darlehen", so Jacqueline Schwärzler, kaufmännischer Vorstand der Energiegenossenschaft. Das bedeutet: „Wenn die Anlage aus irgendwelchen Gründen nicht die gewünschten Erträge erwirtschaftet und die Energiegenossenschaft dadurch in Zahlungsschwierigkeiten gerät, könnte es sein, dass die Darlehen nicht mehr bedient werden können. Das ist unserer Meinung nach zwar sehr unwahrscheinlich. Trotzdem müssen wir an der Stelle ehrlich sein und das Risiko ansprechen. Wir haben uns für dieses Konstrukt entschieden, weil es transparent, einfach und leicht verständlich ist. Zudem hat es sich bereits in anderen Städten bewährt."

Dass die Anlage eine ordentliche Rendite abwirft, dafür sorgt laut Energiegenossenschaft die für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung in Kombination mit den guten Erfahrungswerten der Photovoltaik-Betreiber in unserer Region. Außerdem, so Schwärzler, sinke das Risiko im Laufe der Zeit, weil jährlich nicht nur Zinsen, sondern auch anteilig die gewährten Darlehenssummen (Tilgung) zurückgezahlt werden. „Wer uns 2012 für 15 Jahre 15.000 Euro leiht, bekommt jedes Jahr 1.000 Euro zuzüglich Zinsen zurück. Im Jahr 2022 steht das Darlehen also nur noch mit 5.000 Euro zu Buche."

Genaue Informationen und Unterlagen zu den Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf den Seiten der Leutkircher Energiegenossenschaft: www.eg-leutkirch.de

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